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Trauer bei Hunden: Wenn der tierische Partner fehlt

Trauer bei Hunden: Wenn der tierische Partner fehlt


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Die Trauer bei Hunden kann ungemein groß werden, wenn der geliebte Hunde-Partner stirbt. Der Tod geht dem Haustier dabei genauso nah wie dem Herrchen und endet oft in einer großen Depression. Sie können Ihrem Hund aber helfen, die Trauer zu überwinden. Bild: Shutterstock / Hamik

Dass Hunde über den Verlust eines geliebten Zwei- oder Vierbeiners ähnlich stark trauern können wie Menschen, daran besteht kein Zweifel. Jetzt ist es wichtig, Ihrem Vierbeiner über den Tod und die Trauer hinwegzuhelfen, damit er nicht in eine große Depression verfällt.

Trauer bei Hunden ist natürlich

Vierbeiner trauern in der Regel intensiv um ihre verstorbenen Partner oder den zweiten Hund. Sie suchen nach ihm, wollen nicht mehr fressen, nicht mehr spielen. Die Trauer bei Hunden wirkt dabei genauso emotional, wie wir es von uns selbst kennen. Gründe dafür liegen in der sozialen Struktur des Hundes.

Hunde trauern ähnlich wie Menschen

Die Bindung des Hundes zwischen seinem Herrchen oder dem Hundepartner ist ähnlich der Bindung zwischen Eltern und Kindern. Dazu kommen Hirnstrukturen, in denen Gefühle verarbeitet werden. Ein weiterer Faktor ist der Hormonhaushalt. Trauer führt bei Menschen zu einem Anstieg der Stresshormone im Blut, die Trauer bei Hunden läuft genauso ab.

Lassen Sie Ihren Hund Abschied vom tierischen Partner nehmen

Ihr Hund wird nach einem Verlust also trauern und Mitgefühl zeigen. Um darüber sanft hinwegzukommen, raten viele Hundepsychologen, dem Tier die Gelegenheit des Abschieds zu geben.

Falls es Ihnen möglich ist, holen Sie für eine eventuelle Einschläferung Ihres zweiten Hundes den Tierarzt zu sich nach Hause. So können Sie und Ihr Haustier gemeinsam von Ihrem besten Freund Abschied nehmen. Ihr Hund wird dabei auf natürliche Weise Kenntnis vom Tod des Partners bekommen und weniger trauern, da der Tod in Hunderudeln etwas ganz Natürliches ist.

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Routine und Gewohnheiten in der Trauerphase sind wichtig

Überfordern Sie Ihren Hund in der Anfangsphase der Trauer nicht und geben Sie ihm Zeit, allein über den Verlust hinwegzukommen. Allerdings ist es wichtig, dass Sie dabei die Routine im Umgang mit Ihrem Vierbeiner beibehalten, ihn also weiterhin zu den gewohnten Uhrzeiten füttern oder mit ihm spazierengehen, wie Sie es auch vor dem Tod des Partners getan haben. Das hilft Ihrem Hund, sein Stresslevel zu senken.

Verhätscheln Sie Ihr Tier auch nicht, indem Sie es zum Beispiel aus der Hand füttern, wenn es sein Futter verschmäht. Dieser Umgang könnte kontraproduktiv für Ihren Hund in seiner Trauerphase sein. Besser sind feste Gewohnheiten und Sicherheit, die Ihren Vierbeiner stärken.

Hilfe für den Hund: Die Trauer über den Tod des Partners überwinden

Wie lange trauern Hunde? Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültig Antwort, denn es hängt vom individuellen Charakter Ihres Tieres ab. Falls Ihr Vierbeiner länger über den Verlust seines Hunde-Freundes trauern sollte, helfen Sie ihm mit homöopathischen Mitteln zur Beruhigung.

Auch eine zusätzliche Beschäftigung, indem Sie etwa versuchen, Ihrem Hund neue Tricks beizubringen, kann für Ablenkung sorgen. Ihr bester Freund wird es Ihnen danken. Die Zeit wird langsam alle Wunden heilen.

Nach der Trauerphase - wie geht es weiter?

Nachdem Ihr Hund die erste Trauerphase überwunden hat, kommt vielleicht die Frage auf, ob es an der Zeit ist, ihm einen neuen tierischen Partner zur Seite zu stellen. Überstürzen Sie diese Entscheidung jedoch nicht. Zum einen müssen Sie selbst bereit für einen weiteren Hund sein, zum anderen sollte auch Ihr Vierbeiner offen dafür sein. Ein zweiter Hund im Haushalt könnte die Situation möglicherweise sogar verschlimmern, wenn sich Ihr alter Hund durch den fremden Neuankömmling gestresst fühlt oder sein Territorium bedroht sieht.

Tipp: Probieren Sie es zuerst mit dem Hund eines Freundes oder Bekannten aus. Lassen Sie Ihren Vierbeiner sich intensiv mit dem anderen Hund beschäftigen. Wenn Sie sehen, dass er gut mit ihm auskommt und mit ihm spielt, ist das ein Anzeichen dafür, dass Ihr Hund bereit für einen neuen Partner sein könnte.


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